Was ist der Unterschied zwischen einer Wallbox und einer mobilen Wallbox? Wir haben verglichen
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Die Elektromobilität hat das Autofahren in Deutschland revolutioniert – doch mit diesem Wandel stehen wir vor neuen Herausforderungen: Wie laden wir unser Elektroauto zu Hause komfortabel, sicher und effizient auf? Zwischen fest installierten Wallboxen und mobilen Wallbox-Lösungen gibt es entscheidende Unterschiede, die unsere Wahl direkt beeinflussen. In diesem Artikel beschäftigen wir uns näher mit der Thematik rund um die Unterschiede zwischen einer Wallbox und einer mobilen Wallbox.
Elektromobilität und die Ladeinfrastruktur
Die Verkehrswende ist längst in vollem Gange. Immer mehr von uns entscheiden sich für ein Elektroauto und tragen damit zur Reduzierung von CO₂-Emissionen bei. Doch mit dem Kauf eines E-Autos ist es nicht getan: Die passende Ladeinfrastruktur wird schnell zum Dreh- und Angelpunkt unseres Alltags. Ob wir uns für eine Wallbox, eine mobile Wallbox oder andere Lösungen entscheiden, hängt von vielen Faktoren ab – vor allem von unseren Wohnverhältnissen, Fahrgewohnheiten und von der örtlichen Stromversorgung.
Immer relevant sind dabei Themen wie Ladeleistung, Ladegeschwindigkeit, Kompatibilität zum eigenen Fahrzeug, Sicherheit und Zuverlässigkeit. Denn egal, ob über eine fest installierte Ladestation oder mobile Einheit, das Ziel ist stets flexibles, schnelles und sicheres Laden. In den folgenden Abschnitten schauen wir uns im Detail an, wie klassische und mobile Wallboxen funktionieren und inwiefern sich beide Optionen voneinander unterscheiden.
Was ist eine Wallbox?
Eine Wallbox ist eine fest installierte Ladestation zu Hause, die speziell zum sicheren und effizienten Laden eines Elektroautos entwickelt wurde. Sie wird in der Regel an der Wand in der Garage oder Carport montiert und ist direkt mit dem Stromnetz des Hauses verbunden.
Wallboxen bieten eine deutlich höhere Ladeleistung und Ladegeschwindigkeit als das herkömmliche Ladekabel für die Schuko Steckdose. Der integrierte Typ 2 Stecker sorgt dafür, dass nahezu alle in Europa gebräuchlichen E-Autos problemlos geladen werden können. Ein weiteres Plus: Die Wallbox verfügt über moderne Sicherheitsmechanismen wie Fehlerstromschutzschalter oder Zugangskontrolle mit RFID, um uns und unser Fahrzeug beim Laden optimal zu schützen.
Viele Wallboxen lassen sich zudem smart steuern – etwa per App oder im Rahmen eines Energiemanagementsystems für das ganze Haus.
Was ist eine mobile Wallbox?
Die mobile Wallbox (teils auch "Ladeziegel" genannt) ist – wie der Name vermuten lässt – eine flexible Alternative zur festen Installation. Sie besteht meist aus einem kompakten Ladegerät mit Typ 2 Stecker und kann an unterschiedliche Stromanschlüsse angeschlossen werden: von der klassischen Schuko Steckdose über CEE Industriesteckdosen bis hin zu Starkstromanschlüssen.
Das große Plus: Man ist mit einer mobilen Wallbox äußerst flexibel unterwegs und kann sein Elektroauto nicht nur zu Hause, sondern auch bei Freunden, am Ferienhaus oder am Arbeitsplatz laden. Diese Variante eignet sich besonders für Mieter oder für alle, die häufig an verschiedenen Orten laden möchten oder müssen. Die Ladeleistung variiert je nach Stromanschluss: mit CEE oder Starkstrom ist die mobile Lösung quasi identisch mit der Ladegeschwindigkeit einer festen Wallbox.
Ebenso wie das feste Pendant, lassen sich einige mobile Wallboxen ebenso per App steuern und mit Energiemanagementsystem verbinden.
Technische Unterschiede im Vergleich
Ladeleistung und Stromanschluss
Die fest installierte Wallbox punktet klar bei Ladeleistung und Stabilität des Stromanschlusses: Bis zu 22 kW (in der Praxis überwiegend 11 kW), je nach Hausanschluss und Fahrzeug, sind keine Seltenheit. Die Installation erfolgt durch einen Elektriker und sorgt für dauerhafte, sichere Energiezufuhr. Im Gegensatz dazu sind viele mobile Wallboxen auf niedrige oder mittlere Ladeleistungen (2,3 – 11 kW) ausgelegt, abhängig vom verwendeten Anschluss (Schuko, CEE blau, CEE rot).
Die klassische Schuko Steckdose ist eher eine Notlösung – langes Laden, mögliche Überhitzung und keine permanente Belastbarkeit zeichnen sie aus. Hier bieten mobile Wallboxen mit intelligenter Ladeelektronik und Temperaturüberwachung mehr Sicherheit, doch für tägliches Laden empfehlen Experten meistens eine Heimladestation oder das Betreiben der mobilen Wallbox an einem geeigneten Anschluss (z.B. CEE Rot).
Installation und Bedienung
Die Installation einer Wallbox ist mit viel Aufwand verbunden: Es braucht eine professionelle Elektroinstallation, eventuell Anpassungen an der Hausinstallation und man muss die Wallbox beim Netzbetreiber anmelden. Ist sie einmal montiert, erleben wir allerdings höchsten Bedienkomfort. Einstecken, laden, fertig.
Mobile Wallboxen sind im Alltag flexibler einsetzbar: Keine feste Installation, ein Stromanschluss (z. B. CEE oder eine hochwertigere Steckdose) genügt. Das macht sie ideal für Mieter oder Menschen mit wechselnden Wohn- und Ladesituationen. Man muss aber immer darauf achten, dass der verwendete Anschluss die gewünschte Ladeleistung dauerhaft bereitstellen kann und dass der Anschluss normgerecht abgesichert wurde – besonders bei älteren Elektroinstallationen.
Sicherheit und Schutzklassen
Die Sicherheit beim Laden ist entscheidend. Wallboxen verfügen meist über Schutzklassen im Bereich IP54/55, Fehlerstromschutz (FI) und weitere Sicherheitsfeatures wie Temperaturüberwachung und Kindersicherung. Bei der Installation durch den Elektriker werden alle Vorschriften eingehalten.
Auch mobile Wallboxen bieten gute Sicherheitsfeatures, aber je nach Modell gibt es Unterschiede: Nicht jede mobile Box hat einen eigenen FI-Schutz. Dafür haben mobile Wallboxen oft eine höhere Schutzklasse gegen Staub und Feuchtigkeit (IP65 und mehr). Man sollte unbedingt auf offizielle Zertifizierungen, wie z.B. CE achten - hier lohnt sich kein Kompromiss.
Kostenvergleich: Anschaffung, Installation und Betrieb
Wallboxen kosten – je nach Funktionsumfang und Ladeleistung – zwischen 500 und 1.800 Euro. Hinzu kommen Installationskosten, die je nach Aufwand noch einmal mit 500 bis 2.000 Euro zu Buche schlagen. Wer Wert auf Zusatzfunktionen legt (z. B. intelligente Steuerung, Zugangsbeschränkung), muss noch etwas mehr einkalkulieren.
Mobile Wallboxen sind in der Anschaffung in der Regel günstiger. Die Preise beginnen bei ca. 250 Euro und steigen je nach Anbieter auf bis zu 1.200 Euro an. Die Installationskosten fallen meist weg, da der Nutzer seine Wallbox einfach an einer geeigneten Steckdose anschließt.
Für wen eignet sich welche Lösung?
Empfehlung für Eigenheimbesitzer
Ist ein eigenes Haus mit Stellplatz oder Garage vorhanden, ist die Investition in eine hochwertige Wallbox oftmals die präferierte Lösung. Die Ladegeschwindigkeit und das Erschaffen eines klaren Ortes zum Laden des Elektroautos sprechen klar dafür. Gleichzeitig können wir mithilfe von intelligenten Wallboxen die Ladevorgänge zeitlich steuern und sogar mit einer eigenen PV-Anlage koppeln.
Empfehlung für Mieter oder Vielfahrer
Für Mieter, Vielfahrer oder diejenigen von uns, die häufig an unterschiedlichen Orten laden wollen (z. B. am Arbeitsplatz, bei Freunden oder auf Reisen), bietet eine mobile Wallbox entscheidende Vorteile. Wir bleiben flexibel, sind nicht auf eine feste Ladestation angewiesen und können mit der richtigen Ausrüstung an nahezu jedem Stromanschluss unser Elektroauto laden.
Empfehlung für den preiswertesten Weg
Beim Wunsch nach einer preiswerten und einfachen Lösung ist eine mobile Wallbox zu empfehlen. Wenn die technischen Gegebenheiten wie der passende Stromanschluss daheim bereits gegeben sind, kommt man hier ohne weitere Installationskosten ans Ziel. Je nach Modell werden auch Halterungen mitgeliefert, um die mobile Ladestation daheim fest benutzen zu können - so werden die Vorteile beider Varianten sogar miteinander verbunden.
Checkliste zur Entscheidungsfindung
- Wie regelmäßig und an welchem Ort will man das Elektroauto laden?
- Besteht die Möglichkeit, eine Wallbox fest zu installieren (z. B. mit Zustimmung des Vermieters)?
- Ist Flexibilität wichtiger als maximale Ladegeschwindigkeit?
- Welche Stromanschlüsse stehen zur Verfügung (Schuko Steckdose, CEE, Drehstrom)?
- Gibt es Fördermöglichkeiten oder steuerliche Vorteile für eine fest installierte Lösung?
- Wie hoch ist das vorhandene Budget?
Je nach Antworten auf diese Fragen kann man zielgerichtet zwischen einer stationären Wallbox und einer mobilen Lösung wählen und die Vorteile der Elektromobilität im Alltag optimal nutzen.
Häufig gestellte Fragen zum Unterschied zwischen Wallbox und mobiler Wallbox
Was ist der Hauptunterschied zwischen einer Wallbox und einer mobilen Wallbox?
Eine Wallbox ist fest an der Wand installiert und bietet eine stabile, hohe Ladeleistung, während eine mobile Wallbox flexibel überall angeschlossen werden kann. Mobile Wallboxen sind besonders für unterwegs oder bei wechselnden Lademöglichkeiten interessant.
Für wen eignet sich eine mobile Wallbox besonders?
Eine mobile Wallbox eignet sich ideal für Mieter, Vielreisende oder Nutzer ohne festen Stellplatz. Sie ermöglicht das Laden an verschiedenen Orten, solange ein geeigneter Stromanschluss vorhanden ist. Das macht sie flexibler als eine fest installierte Wallbox.
Wie unterscheidet sich die Ladeleistung von Wallbox und mobiler Wallbox?
Fest installierte Wallboxen erreichen Ladeleistungen bis zu 22 kW (meist 11 kW), mobile Wallboxen können dies ebenso, sind aber von den vorhandenen Gegebenheiten (Stromanschluss) abhängig. Die tatsächliche Ladegeschwindigkeit hängt jeweils von Fahrzeug, Anschluss und verwendeter Technik ab.
Was ist die beste Wahl für das Laden eines Elektroautos zu Hause: Wallbox oder mobile Wallbox?
Die beste Lösung ist individuell abhängig: Wer dauerhaft und schnell zu Hause laden möchte, profitiert vorwiegend von einer fest installierten Wallbox mit hoher Ladeleistung. Wer flexibel, an wechselnden Orten, oder preiswerter laden will, ist mit einer mobilen Wallbox besser beraten.